Aktuelles

 

Nach meinem Aufenthalt im Oktober 2010 beschloss ich mit Leuten aus Gambia eine Organisation zu gründen, mit der wir vor allem in der Bildung und bei bedürftigen Familien tätig sein wollen. 

 

Im Dezember 2010 traten wir via OBWALDNERZEITUNG erstmals an die Öffentlichkeit und erhielten viele positive Feetbacks und grosse Unterstützung für unser Projekt.

 

Ende März 2011 erhielt unsere Organisation dann auch einen Namen. Da es uns vor allem um Bildung und Familien geht nannten wir sie

"O4E&F" (Organisation for Education and Family Schweiz-Gambia)

 

Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich. Ausser ein paar Spesen, die nicht zu umgehen sind, kann jeder Franken direkt für die Betroffenen eingesetzt werden.

 

Am 4. April 2011 durfte ich unsere neue Organisation anlässlich der GV der Dritte-Welt-Gruppe Obwalden vorstellen und erhielt sehr positive Rückmeldungen und Impulse in welche Richtung wir gehen können.

 

 

Vom 13. Oktober bis 5. November 2011 besuchten Frau Schmid und ich verschiedene Familien und Schulen und überzeugten uns, dass das gespendete Geld gut angelegt ist. Viele Studentinnen und Studenten können dank unserer Organisation in eine bessere Zukunft blicken.

 

Von Links: Ousman Touray (Administrator O4E&F), Ibrahim Ceesay (Headteacher der Schule BOTTROP), Frau Schmid aus Alpnach, Studentinnen und Studenten der Schule BOTTROP, Max Lohner.

Während den Monaten April, Mai und Juni 2012 besuchten uns Ousman Touray und Foday Jammeh in Sarnen. 

In diesem kleinen Projekt erfuhren sie, wie die Schweiz politisch organisiert ist, wie wir arbeiten und wie wir leben.

Im Oktober 2012 und 2013 besuchte ich in Gambia weitere Schulen und einige Familien. Viele Eltern sind nie in die Schule gegangen und zahlreiche Kinder und Jugendliche können keine Schule besuchen oder müssen die Schule vorzeitig verlassen, weil das Geld nicht reicht.

 

Nach verschiedenen Diskussionen an Schulen und in Familien sind wir zum Schluss gekommen, dass wir der Bevölkerung in Gambia am besten und nachhaltig helfen können, wenn möglichst viele Kinder und Jugendliche eine gute Grundausbildung absolvieren können auf der sie nachher aufbauen können.

 

Im Moment unterstützen wir 64 Studentinnen und Studenten in Secondary Schools, Colleges und University. Jede Woche bekommen wir neue Anfragen von Schülerinnen und Schülern, die in unserem Sponsoring aufgenommen werden wollen. Leider müssen wir viele auf die Warteliste setzen, weil unser Geld nicht reicht.

Damit die Organisation auch öffentlich rechtlich anerkannt wird, wollen wir im Juni 2014 in der Schweiz einen Verein gründen. Der Name des Vereins heisst "Organisation for Education and Family Schweiz-Gambia". Beide Accounts in Gambia und Sarnen tragen dann auch diesen Namen. So haben wir ein sicheres Standbein auf dem wir aufbauen können.

Der Verein ist am 27. Juni 2014 gegründet worden und ist jetzt aktiv.

 

 

Der Vorstand mit den beiden Afrikanern aus Gambia, die bei der Idee unserer Organisation auch dabei waren.

 

 

 

 Unsere neue Vertretung in Gambia.

v.l.n.r. 

Ousman Ceesay, Ibrahim Ceesay, 

Isatou Touray, Yahya Jallow

Am 24. Juni 2015 fand unsere 1. Generalversammlung im Bistro an der Aa statt.

(Bei Pastarazzi Brünigstrasse 142)

 

Die Traktanden konnten wie vorgesehen abgewickelt werden.

  • Der interessante Tätigkeitsbericht des Präsidenten wurde mit Applaus genehmigt!
  • Der Kassen- und Revisorenbericht wurden genehmigt.
  • Der Mitgliederbeitrag ist weiterhin Fr. 50.-- ( freiwillige Gönnerbeiträge freuen uns sehr)
  • Rechnungsrevisor Josef Gut hat demissioniert. Wir danken ihm ganz herzlich für seine kompetente Arbeit. Als Nachfolger hat die GV Hampi Lussi aus Kägiswil gewählt.
  • Die Vertretung in Gambia wurde neu zusammengestellt:

       Isatou Touray (Account, controlling, Head of the group)

       Yahya Jallow (controlling College and University)

       Ibrahim Ceesay (Adviser, Schools and Organisation)

       Ousman Ceesay (Controlling Nursery- Primary, Secondaryschools) 

 

Anschliessend an die GV: Apéro mit Imbiss von Pastarazzi

Gegenseitiger Gedankenaustausch

 

2. Jahresversammlung am 8. Juni 2016 im Zunftlokal der Lällizunft Sarnen

News:

  • Kathryn Stern hat als Kassierin des Vereins demissioniert.
  • Heinz Rohrer, Büntenstrasse 18, 6060 Sarnen wird neuer Kassier.
  • Das Team in Gambia wird neu organisiert: 

       Isatou Touray:         Controlle Account, Unterschrift Account, Family

       Ousman Ceesay:   Unterschrift Account, Payments, Nursery-, Primary-, Secondaryschools

       Yahya Jallow:         Highschools, University, Allgemeine Organisation

       Ibrahim Ceesay:    Monatliche Meetings, Rapports,  Beratung

 

Anschliessend an die GV: Kulinarisches aus Gambia, gekocht von Balamusa (Gambianer)

und Petra aus Lungern.

3. Jahresversammlung am 19.Juni 2017 im Zunftlokal der Lällizunft Sarnen


Aus dem Einladungsschreiben des Präsidenten:

Im 3. Vereinsjahr stellen wir fest, das unsere Organisation von der Bevölkerung in Gambia immer mehr  wahrgenommen wird. In vielen Feetbacks lesen wird, dass man unsere Arbeit schätzt und O4E&F in Gambia nicht mehr wegzudenken ist.

Ich war während den Präsidentschaftswahlen vom 1. Dezember 2016 in Gambia und erlebte hautnah die Aufbruchstimmung in Gambia. Man wollte ein Zeichen setzen und gross war die Freude, als der oppositionelle Adama Barrow mehr Stimmen hatte als der amtierende Präsident (Diktator) von Gambia! Nach einigem Druck der umliegenden Staaten räumte der Diktator das „Feld“ und der neugewählte Präsident konnte seine Arbeit aufnehmen. Vor allem die Jungen reden und schreiben immer wieder vom „NEW GAMBIA“ und hoffen auf bessere Zeiten. Doch jeder von uns weiss, dass 22 Jahre Diktatur nicht in einem Jahr aufgeholt werden können! Darum ist unsere Organisation je länger desto mehr gefragt, in der Bildung Hilfe zu leisten, denn es fehlt an gut gebildeten Leuten um den nun „freien“ Staat weiter zu bringen.

Im Moment unterstützen wir etwas mehr als 100 Studentinnen und Studenten an Secondary Schools, Colleges und University und diverse Familien, etwa 70 Studentinnen und Studenten und  20 Familien sind im Moment auf der Warteliste.

Aus dem Tätigkeitsbericht des Präsidenten:

An der letzten GV wurde vorgeschlagen, auch kleine Geschäfte in Gambia zu unterstützen, oder sogar zu gründen. Auch hier haben wir klein angefangen. Alieu Touray hat dank unserem Support Metallbauer gelernt und konnte mit unserer Hilfe eine kleine Metallwerkstatt eröffnen.

Auch das neugegründete Schneideratelier arbeitet nun sehr erfolgreich.

 

Die meisten Familien in Gambia sind immer noch arm, denn die Arbeitslosigkeit ist immer noch sehr hoch. Zu viele Leute hoffen im Moment von uns Hilfe zu erhalten, sei es in Bildung, Gesundheit und Familie.

 

Das Team in Gambia hat ein wünschbares Budget von 2'533'700 Dalasie ausgearbeitet. Das sind 55'136 Schweizer Franken. Das ist etwa 25'000 Franken höher als wir im letzten Jahr ausgegeben haben. Ob wir diesen Wunsch erfüllen können hängt ganz vom Eingang der Spenden ab. 

 

Im Vorstand und im Team in Gambia hat es keine Änderungen gegeben!

 

Anschliessend an die GV hat Balamusa Ceesay (Gambianer) und Petra Halter aus Lungern wiederum ein gambianisches Menü gekocht, das allen sehr gemundet hat!

 

 

 

Bericht nach dem Besuch Gambias vom 23.10.-13.11.2017

Nach dem Sturz des Diktators Yahya Jammeh bei den Wahlen am 1. Dezember 2016 wechselte die neue Regierung unter dem neuen Präsidenten Adama Barrow am 19. Januar 2017. Ex-Diktator Jammeh hinterliess eine leere Staatskasse, sodass die neue Regierung bis jetzt kein leichtes Jahr hatte. Doch man sieht die Bemühungen der neuen Regierung, das Land aus der Krise in eine gute Demokratie zu führen. Doch dazu braucht es ein möglichst gut gebildetes Volk und eine funktionierende Wirtschaft mit den nötigen Arbeitsplätzen.

Nursery-, Primary-, Secondary-Schools und Colleges brauchen Hilfe. Die Unterstützung vom Staat ist sehr klein oder fehlt momentan ganz. Das heisst, die Schule finanziert sich mit den Schulgeldern der Studenten. Es gibt daher neben den Government-Schulen viele Privatschulen. 

Government-Schulen sind billiger als die Privatschulen, dafür sind die Lehrpersonengehälter sehr klein und damit leidet die Qualität der Schulen, weil die guten Lehrer und Lehrerinnen in die teureren Privatschulen mit den höheren Gehältern abwandern.

In Gambia gibt es sehr viele arme Familien mit einem monatlichen Einkommen von 50 – 100 Franken, welche die Schulgelder ihrer Kinder nicht bezahlen können, sodass viele zum Teil sehr intelligente Kinder und Jugendliche zu Hause sitzen und sich langweilen. Selbstverständlich unterstützen wir alle willigen Kinder und Jugendlichen, wenn unsere finanziellen Mittel dies erlauben.

Im Moment unterstützen wir ca. 120 Studentinnen und Studenten von Nursery-School bis University und mehr als 100 sind auf der Warteliste. Wöchentlich treffen neue Gesuche ein, sodass wir auf jede Spende dringend angewiesen sind. 

 

In unserem Organisationsnamen sind die Worte „Education and Family“ enthalten. Wir konzentrieren uns vor allem auf die Bildung und in Family-Angelegenheiten helfen wir nur in wirklichen Notfällen. Mein Team in Gambia bespricht alles an seinen diversen  Sitzungen und entscheidet von Fall zu Fall.

Grundsätzlich geht es ja den meisten Leuten finanziell schlecht und wenn man fragt: „Wie geht es dir?“, bekommt man immer die gleiche Antwort: „We are managing!“ Das heisst so viel wie: „Man schlägt sich durch, man organisiert sich!“

Das ändert erst, wenn die Bildung besser ist und  das Einkommen besser stimmt.

Als ehemaliger Lehrer liegt mir die Jugend immer noch sehr am Herzen, sodass wir in Gambia vorwiegend auf „Education-Bildung“ setzen. 

Nelson Mandela hat einmal gesagt: „Education is the most powerful weapon,

                                                         which you can use to change the world!“

Das bedeutet: Bildung ist die wirkungsvollste „Waffe“, mit der du etwas auf der Welt ändern kannst.

Das gilt für jedes Land. Wie soll einer die Zusammenhänge in einem Staat begreifen, wenn er keine Bildung hat?